Digitalisierung – ohne Cloud keine digitale Transformation

„Nicht ohne meine Cloud“ – mit diesen wundervollen Worten betitelten die Autoren einer aktuellen Studie von Crisp Research eine ihrer Hauptthesen zur Digitalisierung: Digitalisierungsstrategien lassen sich den Analysten zufolge nicht erfolgreich umsetzen ohne flexible, cloud-basierte IT-Infrastrukturen und -Plattformen. Studien stehen oft vor der Herausforderung, aus den gefundenen Erkenntnissen Aussagen für die Zukunft abzuleiten. Jede Zukunftsschau trägt natürlich ein gewisses Risiko mit sich. Dennoch bieten Untersuchungen marktnaher Analysten meist einen sehr guten Überblick über aktuelle Marktentwicklungen und Branchenbesonderheiten.

In diesen Tagen erschienen gleich zwei Werke, die die Zukunft von Cloud-Dienstleistungen im Umfeld von Digitalisierung und digitaler Transformation rosig sehen. Zum einen ist dies die bereits erwähnte Studie der Cloud-Experten von Crisp Research mit dem Titel „Disruption im Datacenter – IT-Management im Kontext der digitalen Transformation“, zum anderen die Neuauflage der eco-Studie „Die deutsche Internetwirtschaft“, die dieses Mal den Zeitraum zwischen 2015 und 2019 betrachtet. Beide Analysen kommen zu ähnlichen Ergebnissen was die Marktentwicklung des Cloud-Segmentes angeht: Ohne Cloud wird die digitale Transformation nicht stattfinden.

Die Cloud wird zur Normalität

Die Experten des eco-Verbandes sehen den Public-IaaS-Markt als den Wachstumstreiber der Internetwirtschaft in den nächsten Jahren und erwarten ein durchschnittliches jährliches Wachstum von über 40 Prozent. Grund dafür sei die Entwicklung von IaaS hin zu einem Commodity Service. Sprich: Für immer mehr Unternehmen wird es normal, Infrastruktur aus der Cloud als eine mögliche Lösung zu betrachten. Dabei seien zunehmend nicht nur die Angebote der großen amerikanischen Anbieter interessant. Die aufkommende Nachfrage nach IT-Integrationsleistungen, Rechtssicherheit und Datenschutz beflügele die Nachfrage nach europäischen und vor allem deutschen Angeboten.

Dass die eco-Studie allerdings im selben Atemzug erwähnt, dass Amazon durch die Eröffnung eines Rechenzentrums in Deutschland den entsprechenden Wünschen seiner Kunden hierzulande entgegenkäme, schmälert die Aussagekraft der Studie etwas. Denn: Amazon ist und bleibt ein amerikanisches Unternehmen und unterliegt der dortigen Rechtsprechung, Willkür der US-Behörden inklusive. Und gerade jetzt, wo es noch immer keine zufriedenstellende Regelung gibt, ist das Thema Datenschutz in amerikanischen Cloud-Infrastrukturen ein heikles Thema.

Die IT-Manager, die für die Crisp-Studie befragt wurden, untermauern optimistischen Wachstumsschätzungen. Ihren Antworten zufolge will nur noch jeder vierte CIO (26 Prozent) die eigenen Rechenzentren ausbauen. Alle anderen werden künftig auf Cloud-Ressourcen zurückgreifen. Und diejenigen, die den Gang in die Cloud nicht selbst verwirklichen können oder wollen, greifen auf die Kompetenz von Managed Service Partnern oder Managed Cloud Service Providern zurück.

Digitalisierung braucht Flexibilität

Ich bin nicht sicher, ob ich diese Entwicklung als „Disruption im Datacenter“ bezeichnen würde, so wie der Titel der Crisp-Studie sie benennt. Ich glaube, dass die zunehmende Nutzung der Cloud die logische Antwort auf allerlei Herausforderungen seitens der Digitalisierung und des „Digitalen Zeitalters“ ist. Zugegeben, der Begriff wirkt etwas hoch- und gleichzeitig abgegriffen. Aber im täglichen Geschäftsleben ist es inzwischen genau das: digitalisierte, automatisierte Prozesse, um die Kunden auf den analogen oder digitalen Kanälen zu erreichen, die sie am liebsten und ganz individuell nutzen und gleichzeitig die angefragte Dienstleistung noch schneller und noch individueller zu liefern. Die Kunden erwarten das. Höchste Flexibilität zu kalkulierbaren Kosten ist gefragt. Cloud-Ressourcen bieten genau das und werden so zum Wegbereiter der Digitalisierung. Und wer Unterstützung bei der Digitalisierung benötigt, bedient sich dabei des erstrangigen Partnernetzwerks von ProfitBricks.

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